05.12.2011

Universität Mannheim und SAP erforschen gemeinsam innovative Methoden zur Softwareentwicklung

Neu gegründetes Forschungsinstitut für Enterprise Systems an der Universität Mannheim kooperiert mit der SAP AG innerhalb eines Projektes im Software-Cluster zum Thema „Innovative Softwareentwicklungsmethoden".

Das im März 2011 gegründete Institut für Enterprise Systems (InES) an der Universität Mannheim startet ein Projekt zu innovativen Softwareentwicklungsmethoden in Kooperation mit der SAP AG und als Projekt im Software-Cluster. Der Software-Cluster hat den Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu Beginn des Jahres 2010 gewonnen und wird über fünf Jahre vom BMBF gefördert.

Der Cluster gilt als „Silicon Valley" Europas mit weltweit einzigartiger Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit für Unternehmenssoftware und erstreckt sich in der Region rund um die Städte Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf. Ziel des Software-Clusters ist es, die Transformation von Unternehmen zu vollständig digitalen Unternehmen zu ermöglichen, in denen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) der entscheidende Treiber für Produkt- und Prozessinnovationen ist.

Als assoziierter Projektpartner arbeitet das Forschungsinstitut für Enterprise Systems im Bereich der innovativen Softwaremethoden. Prof. Dr. Armin Heinzl, Inhaber des Lehrstuhls für ABWL und Wirtschaftsinformatik und Mitglied des Direktoriums des InES an der Universität Mannheim, bringt seine Erfahrungen im Bereich der Softwareentwicklung und Untersuchung von Geschäftsprozessen in Softwareunternehmen in das Kooperationsprojekt ein. Hierdurch wird die Zielsetzung des Software-Clusters, Deutschland durch eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen an die Spitze der Technologienationen zu führen, vorangebracht.

Eine der großen Herausforderungen der Zukunft besteht darin, durch Softwareinnovationen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Unternehmensnetzwerken in der Internet-Gesellschaft zu stärken. "Deutsche Anbieter haben in den letzten 20 Jahren primär auf Produktinnovationen gesetzt. Das Einbeziehen komplementärer Prozessinnovationen ist im Wettbewerb längst überfällig", sagt Prof. Dr. Armin Heinzl.

Technische Neuerungen, der gesellschaftliche Wandel und die Globalisierung führen zu Änderungen der Kundenanforderungen an Softwareprodukte. Dies setzt eine flexible Prozessgestaltung in Form agiler Entwicklungsmethoden voraus. Die Erforschung dieses Entwicklungsansatzes und der daraus resultierenden Entwicklungsprozesse ist thematisch in drei Themenfeldern vorgesehen: ein erster Schwerpunkt liegt auf der Bestimmung von Leistungsfaktoren auf Entwicklungsteamebene und deren Auswirkungen auf zeit- und budgetgerechte Auslieferung sowie auf die Qualität von Softwareprodukten. In einem zweiten Themenfeld werden dynamische Effekte beim Bearbeiten von Arbeitspaketen über mehrere Entwicklungsteams und deren Auswirkungen auf die Prozessstabilität und den Produkteinführungszeitpunkt untersucht. Im dritten Themengebiet werden Lernprozesse in Softwareteams, insbesondere die Verbesserung der Lernprozesse durch kontinuierliches Feedback zwischen Entwicklern und Teams in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt.

Im Rahmen des Kooperationsprojekts mit der SAP wird drei Nachwuchswissenschaftlern eine Promotion im Forschungsfeld der Softwareprozessinnovationen am InES ermöglicht.

Presseinformation vom 28. November 2011
Druckversion (PDF)

 

 

Kontakt und weitere Informationen:

Prof. Dr. Armin Heinzl
Universität Mannheim
Fakultät für Betriebswirtschaftslehre
Lehrstuhl für ABWL und Wirtschaftsinformatik und
Institut für Enterprise Systems
Tel. 0621 / 181-1690

http://ines.uni-mannheim.de