Die Implementierung von Kernbanksystemen auf Basis standardisierter Produktsoftware stellt einen bedeutenden Trend in der Bankenbranche dar. Der Wandel von eigenentwickelten Softwarelösungen zur Nutzung standardisierter Produktsoftware führt zu tiefgreifenden Veränderungen auf Seiten der Anwenderfirmen.  Zusätzlich werden unter Verfolgung eines Multi-Channel-Paradigmas insbesondere Online- und Mobile Banking immer relevanter. Standardisierte Plattformen stellen ein Fundament für die Bereitstellung von neuen Channels dar. Das Banking Enterprise Systems Kompetenzzentrum entwickelt und vernetzt Menschen an der Schnittstelle zwischen Business und Technologie mit dem Ziel neue Innovationen in der Bankenbranche auf der Basis von Enterprise Systems zu realisieren.

Die Initiative "Einfach intuitiv - Usability für den Mittelstand" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zielt darauf ab, die  Gebrauchstauglichkeit von betrieblichen Informationssystemen zu verbessern und so die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen zu stärken. Das Kompetenzzentrum Usability an der Universität Mannheim entwickelt dazu ein menschzentriertes Vorgehensmodell zur Softwareentwicklung, welches durch Managementelemente angereichert wird. Das Modell soll in Folge und durch den Aufbau eines Unternehmensnetzwerkes und einer Lernplattform verbreitet werden.

Die digitalen Datenmengen, die in Wirtschaft und Gesellschaft erzeugt werden steigen exponentiell an. Analysten gehen davon aus, dass das weltweite Datenvolumen aus strukturierten und unstrukturierten Daten in den nächsten fünf Jahren um 650% steigen wird - auf ca. 200 Zettabyte (1000^7 Byte). Neben den Datenmengen stehen auch die Geschwindigkeit der Datenentstehung, die Vielfalt der entstehenden Daten (Audio, Video, Texte, strukturierte Daten, Signaldaten etc.) und sich daraus ergebenden Prozessinnovationen im Zentrum der Diskussion um Big-Data. Insbesondere die Kombination aus Datenmengen (Volume), Geschwindigkeit (Velocity), Verarbeitung von heterogenen Datenstrukturen (Variety) und datengetrieben Prozessen bergen immense Wertschöpfungspotentiale.

In diesem Kontext bieten aktuelle und zukünftige IT-Lösungen neue Möglichkeiten, in Echtzeit relevante Informationen und Wissen für Entscheidungsfindung, Planung und die Durchführung von Geschäftsprozessen abzuleiten, und zwar innerhalb von Unternehmen wie auch in Geschäftsnetzwerken.

Das Kompetenznetzwerk ‚Data-Driven Process Excellence for Enterprises and Business Networks (D2PEB)‘ bietet eine Plattform zum Austausch zwischen Forschung und Praxis, mit dem Ziel Potentiale aus datengetriebenen Prozessen für Unternehmen und Geschäftsnetzwerke zu definieren und potentielle Lösungsansätze zu gestalten.